Maakalla und Ulkokalla – ein einzigartiges Inselpaar im nördlichen Bottnischen Meerbusen

Entdecken Sie die Kalla-Inseln im nördlichen Bottnischen Meerbusen! Ulkokalla liegt etwa 22 km von der Küste und Flussmündung von Kalajoki entfernt und Maakalla 4 km näher zur Küste. Die Lage erklärt die Namensgebung: Ulkokalla heißt Außenkalla und Maakalla heißt Landkalla. Maakalla ist eine historische Fischergemeinschaft, deren Anfänge bis ins 17. Jahrhundert reichen. Noch heute gilt auf den Inseln die durch den König von Schweden im 17. Jahrhundert erlassene eigene Autonomieregelung. Das oberste Entscheidungsorgan der Gemeinschaft ist die Inselversammlung, die jährlich im Juli zusammenkommt.

Die Kalla-Inseln haben in früheren Zeiten große Bedeutung für die Fischerei und damit generell für den Nahrungserwerb gehabt. Nachdem Maakalla im 17. Jahrhundert so weit aus dem Meer gestiegen war, dass Wohnhütten als Stützpunkte dort errichtet werden konnten, kamen Fischer aus mehreren anliegenden Küstenortschaften von Ende Juli bis Ende September auf die Insel zum Heringfang. Außenkalla wurde ab 1770 bewohnt, nachdem die Anlegeplätze auf Maakalla knapp geworden waren. Die höchsten Einwohnerzahlen verzeichneten die beiden Inseln in den Jahren um 1850: auf Maakalla rund 200 und auf Ulkokalla rund 100 Menschen. Neben den Fischern wohnten auf den Inseln eine Gruppe, deren Aufgabe es war, die Fische auszunehmen, und ein Pfarrer.

Die erste Kirche auf Maakalla wurde um 1730 Jahren gebaut. Der wöchentliche Kirchgang war damals eine Pflicht. Um dieser nachzukommen, war es einfacher, eine eigene Kirche auf deer Insel zu errichten und zu unterhalten als auf dem Festland die Gottesdienste zu besuchen und die dabei verkündeten Erlasse der Obrigkeit zu hören. Die heutige Kirche auf Maakalla wurde 1780 erbaut. Die Fischer sorgen nach wie vor für den Unterhalt der Kirche und des Pfarrhauses.

Die Wohgebäude sind von alters her kleine Hütten mit einem Zimmer. Neue Gebäude dürfen nur mit der Zustimmung der Inselversammlung gebaut werden. Baugenehmigungen werden sehr begrenzt vergeben, und jeder Bauherr muss die traditionelle Bauweise einhalten. So hat sich das alte Milieu bis heute erhalten.

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